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Menschen und Muster

Menschen und Muster

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Muss denn heute alles ein Projekt sein?

Video Overview & Insights

Das Leben – ein Projekt? Bei der Arbeit und im Privatleben scheint nur noch wenig auf Dauer angelegt zu sein: Statt Sportverein gibt es für das Projekt Fitness verschiedene Kurse und dazu die Matte daheim vor dem YouTube-Video. Im Job gibt es keine festen Kolleginnen mehr, sondern wechselnde Teams und Orte, die von Projekt zu Projekt wechseln.

Und wenn man ein bisschen über Projektmanagement gelernt hat, dann weiß man daß eine wichtige Eigenschaft von Projekten ist, daß sie scheitern können!
Ja, alle gesetzten Ziele immer zu erreichen ist kein Projekt, das ist eine Arbeitsaufgabe, da ja vorher schon klar ist, dass das Ziel erreichbar ist.
Projekte müssen "Neuland" betreten, komplex sein und Wissen aus verschiedenen Fachrichtungen verknüpfen.
Und daher ist das meiste was so an Schulen und Unis als "Projekt" bezeichnet wird einfach nur eine Arbeitsaufgabe mit anderem Namen.

— @AlexAnteMachina

Dabei wird immer wieder übersehen, dass es auch Aufgaben gibt, die dauerhaft anfallen. – Wenn in einem Projekt eine tolle App entwickelt wird, dann braucht es eben für den Betrieb für längere Zeit Menschen und Mittel. Und oft sind gegen Ende eines Projekts viele nicht mehr richtig bei der Sache, weil alle schon auf der Suche nach dem nächsten Job sind ...

Menschen und Muster klärt auf über Chancen und Risiken der „Projektifizierung“ unserer Gesellschaft und fragt, wie wir privat und beruflich mit den Folgen des „Lebens in Projekten“ umgehen können.

Richtig gut!

— @Alexander-ok7fm

Kapitel:

00:00 Was genau ist ein Projekt?

Mir ist das Mal aufgefallen. Dann hab ich mich dran gewöhnt. Jetzt ist es mir wieder bewusst. Ich dachte es sei Sprachverhunzung, aber es ist vielleicht Denkverkürzung.

— @Xulufone

01:50 Zombie-Projekte… Chancen und Risiken der Arbeit in Projekten

04:05 Wie verändert die „Projektifizierung“ Arbeits- und Privatleben?

Richtig gutes und wichtiges Video! Die Frage ist nur: wie lässt sich das lösen?

— @dermoderator909

06:00 Welche langfristigen Folgen hat es, wenn sich unser Leben in Projekten abspielt?

08:00 Wie können wir als Einzelne mit der Projektifizierung umgehen?

Hmmm... Um ehrlich zu sein, habe ich mir über den Begriff "Projekt" noch nicht so wirklich Gedanken gemacht. 🤔 Dieses Video stimmt mich aber schon nachdenklich in dieser Richtung.

Natürlich gibt es auch in meinem Leben "Projekte". Ich bin z.B. öfter mal an meinem Handy kreativ am Rumwerkeln. Wenn ein Bild dann irgendwann mal fertig ist und ich mit dem Ergebnis am Ende wirklich zufrieden bin, was dauern kann, kann ich dann final damit abschließen, einen Haken unter die Geschichte setzen und mich kurz darauf uneingeschränkt einer neuen Idee zuwenden. Das sind also somit meine privaten "Kreativprojekte". Mann kann das Ganze aber auch einfach als "Hobby" bezeichnen. 🤔🤷‍♀️

Die meisten anderen Dinge in meinem Leben betrachte ich eigentlich nicht als "Projekte". Das kann hier und da schon mal vorkommen, wenn ich ganz gezielt auf etwas hinarbeite. Aber ich muss mich beispielsweise nicht ständig selbstoptimieren und bleibe im Großen und Ganzen lieber mir selber treu. 🤷‍♀️ Sicher hatte ich auch schon mehrere feste Partnerschaften in meinem Leben, das waren für mich aber keine "Projekte" (auf diese Idee wäre ich gar nicht erst gekommen, was zur Hölle??? 🤔) sondern eben ganz normale "Beziehungen". 🤷‍♀️ Und diese können selbstverständlich auch irgendwann mal in die Brüche gehen, sowas passiert. 🤷‍♀️ Aber deshalb sind meine Exfreunde doch für mich keine "gescheiterten Projekte". 🤔

Und wenn ich etwas unternehme, einen Ausflug oder so, dann ist das für mich auch kein "Projekt" sondern höchstens eine "geplante Tour". 🤔

Auf der Arbeit war ich natürlich schon in "Projekten", was für mich bislang aber auch völlig OK war. 🤷‍♀️ Ich muss dieses Prinzip ja deswegen nicht auch auf mein Privatleben anwenden. 🤷‍♀️ Sicher gibt es Dinge im Alltag, die innerhalb einer gewissen Frist erledigt werden müssen. Das ist normal. 🤷‍♀️ Aber "Projekte" sind auch das nicht für mich. 🤔 Das sind schlicht "Dinge, um die ich mich zeitnah kümmern muss".

Oder verstehe ich da ganz grundlegend etwas falsch? 🤔

— @MelleNoire

Quellen:

Besio, C. (2014). Das Projekt als quantifiziertes Versprechen. In A. Cevolini (Hrsg.), Die Ordnung des Kontingenten (S. 133–152). Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-531-19235-2_6

Es gab früher mal den Spruch: "Projektmanagement ist es 15 Korken mit 10 Fingern unter Wasser zu halten". Heute ist es eher eine Steuererklärung.

— @rokker333

Jensen, A. F., Thuesen, C., & Geraldi, J. (2016). The Projectification of Everything: Projects as a Human Condition. Project Management Journal, 47(3), 21–34. https://doi.org/10.1177/875697281604700303

Weitere Infos

2:28: Die Überführung in Linie sollte in einem Projekt mit beachtet werden. Leider wird es bei Behörden wahrlich nicht getan. Aufgrund des geringen Verdienstes sitzt dort meist leider der Bodensatz.

— @xy5937

https://www.gpm-ipma.de/ueber-die-gpm/aktuelles/detail/ergebnisse-der-studie-projektifizierung-20-1-1

Menschen und Muster: Wie Selbstvermarktung Lebenszeit frisst: Influencer-Creep

Hab schon lange keine Kraft mehr für Projekte. Die Flexibilität sehe ich nicht als Befreiung, sondern einfach nur als moderne Form des Prekariats. Immer verfügbar, austauschbar uns dadurch irgendwann gleichgültig. Daraus folgt dann auch wenig Exzellenz, sondern Hustle-Culture.

— @WilhelmAhrendt

https://www.youtube.com/watch?v=7iWWpRlU-hI

Das Team:

Der Horror für neurodiverse Menschen...

— @eltrem2708

Katharina Berr, Manuel Czauderna, Felina Czycykowski, Sascha Friesike, Hendrik Niefeld, Gabriel Menzinger, Sandra Niemann, Niels Rost, Sven Schapeler, Xenia Smirnov, Milosz Wachulski, Clarissa Elisa Walter, Laura von Welczeck (Text)

#Projektifizierung #projektmanagement #NeueArbeitswelt #NewWork #Arbeitssoziologie #WorkLifeBalance #FeelancerLife #Erklärvideo #SaschaFriesike #WeizenbaumInstitut #MenschenUndMuster

Tja, ich zähl mal alles auf, was so privat sich nicht zu einem Projekt umformen lässt: Eltern pflegen, Kinder grossziehen, Ehe leben, Freundschaften pflegen, ein Zuhause finanzieren und aufrechterhalten. Alt werden. Das alles braucht eine ökonomische Grundlage, nämlich ein dauerhaftes, gesichertes Einkommen. Alles, was eine soziale Marktwirtschaft, gekoppelt mit einem Sozialversicherungssystem mal als fester Rahmen geboten hat.
Meine Meinung: Wir fahren mit der Projektiererei an die Wand. Den Stress, mir mein Eunommen aus einer Aneinanderketting von Projekten zusammenzubasteln, kann ich mir als junger Mensch bis so Anfang 40 antun. Dann bin ich müde. Sehr müde. Und dann brauch ich Stabilität. Bis dahin ist aber die Infrastruktur dafür, nämlich soziale Marrktwirtschaft und Sozialversicherungssystem weggebröckelt. Keine festen Jobs mehr, kaum Rechte aus der Arbeitslosenversicherung, gesetzliche Rente zeichnet sich ses zu mickrig ab, doch die Projektchen haben halt auch nicht gereicht um das privat co- zufinanzieren. Dann sind da womöglich auch Kinder, die bald das Abi machen. Willkommen in der Welt der Mittvierziger, die jetzt so richtig merken, dass wir alle auf dem Holzweg sind, während die Boomer graf noch Geld haben und nix davon merken und die Leute zwischen 20 und 30 beschäftigt und abgelenkt sind mit - n'a was wohl? Projekten. Ich sag mal, das passt wie angegossen zum Neoliberalismus.

— @babettestaiger5856

More User Perspectives

@

Spaßig ist es auch, wenn Leute, die zum Verbessern eines Arbeitsumfelds eingeteilt sind, gar nicht wissen, dass nicht Alles ein Projekt ist und man dementsprechend für manche Aufgabengebiete gar keine Projekt-Verbesserungsmaßnahmen ansetzen kann, weil die an der Stelle schlichtweg nicht zutreffend sind. Die Ratlosigkeit in den ansonsten immer so wissenden Gesichtern wirkt in dem Moment der Erkenntnis immer geradezu entzückend. Und dann werden Wege gesucht, wie man die Nicht-Projekte doch zu welchen machen kann, damit man dort dann die Verbesserungsmaßnahmen ansetzen kann, weil es der einzige Weg ist, den man kennt. Auf die Vorschläge der Betroffenen, die sehr konkret benennen können, was sich verändern müsste und wie, wird nicht gehört, denn die Vorschläge wirken aus Projektsicht vermutlich absurd. Das ist der Moment, in dem das Projekt "Verbesserung des Arbeitsumfelds für mehr Mitarbeiterzufriedenheit" endgültig scheitert. Zu schade.

@BadNessie
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Weil ja alle nur in Büros arbeiten.

@maddin9703
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Thx 🎉

@KüSa07
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unglaublich wichtiges und gutes video

@unijascha3005
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Immer wieder geil bei einem Date festzustellen dass man im Assessment Center für das Projekt Familiengründung gelandet ist und sich im strukturierten Vorabrüfungsinterview zur Ausarbeitung eines Geschlechtsteilnutzungsvertrags auf Gegenseitigkeit gelandet ist.

@grumbazor
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Mein Lieblingsprojekt in der lokalen Stadtverwaltung. "Wie kriegen wir die Vermüllung an nächtlichen Pizzakartonhotspots in den Griff?" Die Projektgruppe ging an den Start. Output: Abfallbehälter mit passend großen Schlitzen. Nächste Projektphase: Erprobung, dann evaluation und ggfs. wenn Geld da sein wird, Rollout an allen Pizzahotspots. Aber am Ende wird natürlcih der Sparzwang die Umsetzng verhindern. Man war aber tätig.

@hansimgluck9207
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Bei uns gibt es auch zu viele Projekte. Anstatt wirklich zu arbeiten managen und beraten wir uns zu Tode.

@methabolica84
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Ich hasse das Wort. Mir fällt schon seit Jahren auf, dass dieses Wort inflationär für jeden Mist genutzt wird. N buch lesen wird zum Projekt, in 10 Minuten ne Excelliste hinklatschen wird zum Projekt. Das hat mich richtig getriggert

@tomcatowner
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Ich bin froh, dass Projekt- oder Arbeitsgruppen bei uns ohne dieses pseudowichtige Schnickschnack-Blabla auskommen. Da würde ich ja wirklich die Krise kriegen!

Ich arbeite selbst in einer Behörde und durfte auch bereits in Behörden- oder (behördenübergreifenden) Landesprojekten mitwirken. Die Verstetigung in die Alltagsorganisation funktioniert auch da natürlich nicht immer reibungslos oder wird eher auf höheren politischen Ebenen gestoppt, weil einem das Ergebnis doch nicht gefällt. Immerhin ist man sprachlich noch näher an der tatsächlichen Arbeit und auch ernsthaft daran interessiert, einen späteren Vorteil und eine Verstetigung zu erreichen. Wer arbeitet schon gerne "für die Tonne"?

@felixb.3420
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Interessantes Video. Nur schade, dass ihr AI-Slop-Videos verwenden musstet ...

@KnorxThieus
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Windows 11 als Fortschritt zu bezeichnen ist albern nutzt Linux Leute ❤

@wirgegenkevins6932
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Hervorragendes und sehr informatives Video. Ich hätte da schon eine Idee, wie man von der Projektifizierung langsam wieder wegkommen kann. Man muss die Projekte immer kleiner machen. Das fühlt sich vielleicht erst mal falsch an, weil man denkt, je größer ein Projekt, desto tpller und wichtiger. In Wirklichkeit überschätzt man aber, wie weit man in die Zukunft sehen kann. Viel öfter sind permanente ganz kleine Schritte, die sofort einen Nutzen bringen, viel erfolgreicher als große Projekte.

@dr.rationalist9669
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Bei Projekten denke ich immer an „BENZSPUR“ so habe ich es in der Ausbildung gelernt. Ich werde den Begriff niemals mehr verlernen.

@Rjey1512
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Und zuletzt: bei den Kollegen der Hochschule habe ich das Gefühl, dass Förderanträge für Forschungsprojekte mehr Raum einnehmen als die fachliche Tätigkeit.

@jensfitzenberger
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Aus dem Digitalisierungsbereich in der Verwaltung. Es wurde eine neue Fachanwendung als Projekt eingeführt. Rückmeldung des Amtsleiters: "Wenn das Projekt abgeschlossen ist, ist die Digitalisierung beendet."😳

@jensfitzenberger
@

Bin im Bereich Gesundheitsförderung tätig. Dort geht es praktisch immer um Projekte. Wenn ich frage, wie die Finanzierung nach der Projektförderung aussehen könnte, werde ich oft komisch angesehen... auch weil ich dann dem Projektteam erst gar nicht beitreten will
An der Uni frage ich die Studenten immer nach der Nachhaltigkeit. Oft ist für die Frage kaum Verständnis da🤦‍♂️.

@jensfitzenberger
@

Wahnsinn wie toll du die Dinge immer erklärst. Da steckt bestimmt auch noch ein Team dahinter. Also einfach mal Danke ❤

@Skippi93
@

Habe Projektmanagement studiert - bis ich bemerkt habe, was das für ein Schwachsinn ist und keiner dieser Leute irgendwelche Inhalte wiederzugeben hatte, die in irgendeiner Form wichtig gewesen wären... oder überhaupt Inhalte. Ich bin jetzt Geowissenschaftlerin. Das PM-Studium hatte mich komplett dazu bewogen irgendwas wirklich sinnvolles mit meinem (Arbeits-)leben zu unternehmen.

@ullinkastealthmode8876
@

Wieder ein tolles Video. Tatsächlich ist das so in unserer modernen Gesellschaft

@maciek_d
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Ich denke ein Problem mit den Projekten ist die Unverbindlichkeit der Beteiligten. Es geht mehr um Erfüllung und Abschließen als um dauerhaft funktionierende belastbare Lösungen. Die Projektnomaden sind dann schon weitergezogen. Die Dokumentation ist oft auch mehr Schein als sein. 😢

@Ralf-t3h
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oh man, da erkenne ich mich aber wieder. Im Grunde leben wir damit immer nur für ein Ziel oder mehrere Ziele in der Zukunft und nehmen den Moment nicht mehr wahr

@reinermunch5159
@

Ach was ein fantastischer kanal

@hithereguys3311
@

Thema "task force" ist auch seine nette Umschreibung xD

@Timo-kg7sk
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Das Video dürfte vor allem Continuos Improvement- / Lean-Manager triggern. Deren Projekt: So viele Six Sigma-Projekte wie möglich unterstützen. Ich musste für meinen Yellow Belt ein Projekt zur Beschaffung eines 130 €-Messgeräts machen. Das Projekt zog sich über 3 Monate und einige PowerPoints (Zweck: Lean Management). Ketzer würden sagen: Ohne Six Sigma einfach bestellen und fertig. Aber das wäre ja unprofessionell.

@Inkoknyto
@

Meine Berufsbezeichnung heißt "Projektmanagerin". Wir haben im Normalfall entweder Projekte, die danach an einen Verantwortungsbereich übergeben und dort im Tagesgeschäft weitergeführt werden, oder Change-Themen. In beiden Fällen ist klar, dass die Themen dauerhafte Aufwände mit sich bringen, sodass es nicht zu Zombie-Projekten kommen sollte.
Ich sehe Projekte als Initiierung entweder für eine Neueinführung oder eine Veränderung von etwas. Ein Projekt kann abgeschlossen werden, aber man sollte nicht davon ausgehen, dass damit die Aufwände der Veränderung abgeschlossen sind.
Wobei ich an mir selbst merke, dass ich die Geduld für wiederkehrende Tätigkeiten erst lernen musste. Es gibt kein Projekt, mit dem ich einmal meine Ernährung regle und danach nie wieder Aufwände damit habe.
Ich glaube, wenn man sich dessen bewusst ist, kann man Projekte für sich gut und gezielt einsetzen und einen Mehrwert daraus schöpfen. Für Personen, die zum Beispiel projektbezogen angestellt werden, hilft das natürlich nicht.

@ThePossimpibler
@

Das ist ein sehr interessanter Gedankengang.
Vor 10 / 15 Jahren, als die Leute so anfingen immer mehr dauerhaft „busy“ zu sein und ständig Projekte zu haben, habe ich mich gewundert und es eher für ein Phänomen einer gewissen bubble gehalten (Medienschaffende in Berlin bspw.).
Wahrscheinlich bin ich auch zu wirr für solche strukturierten Herangehensweisen und suche eher Muse, lasse mich ein auf den Strom der Umstände und des Lebens. Beruflich wurde ich bisher immer gefragt, wenn es eine „bessere“ Stelle gab und nahm an. Mittlerweile habe ich einen passenden Platz erreicht und bilde mich weiterhin, möchte aber nicht mehr „aufsteigen“.

@X33dbv
@

Ich arbeite derzeit an einem langfristig geplanten Projekt zur infrastrukturell begleiteten Finalisierung intestinaler Transformationsrückstände. Mal sehen, wann es abgeschlossen ist. 😁

@Christitian
@

Hat mich jetzt tatsächlich schockiert. Und mittlerweile ist ja sogar die Erholung ein Projekt geworden. Mindfulness und Yoga - Meditation dazu nicht vergessen. Ich versuche dem entgegenzuwirken indem ich einen "Zero Demand Block" für mich jede Woche an Mittwochabend eingerichtet habe. Das bringt mich auch gleichzeitig aus dieser konstanten Bewertung raus. Probiert's mal aus!

Achja - tolles Video natürlich!

@Semmelein
@

In meinem Umfeld habe ich das Gefühl, viele Menschen laufen wie Zahnräder. Alles wird in Projekte gepackt. Lernen ist kein Lernen mehr, sondern ein „Projekt“. Reisen ist kein Reisen mehr, sondern ein „Projekt“. Selbst Freundschaften oder Dates wirken manchmal wie Lebenslauf Bausteine... Und ich sage das nicht aus einem Zynismus punkt eher naja Projekte sind wichtig für Struktur, können Sinn geben oder bringen Dinge hervor. Ohne Projekte gäbe es keine Kunst, keine Forschung, keinen Fortschritt. Aber was mich beschäftigt ist dieser permanente Optimierungsdrang. Dieses ständige „Was mache ich gerade, das mich interessanter macht?“ oder „Was kann ich erzählen, um relevant zu wirken?“

Manchmal fühlt es sich an, als würden Menschen nicht mehr erleben, sondern kuratieren... Ich hatte mal ein Date, bei dem die Person permanent von ihren Projekten erzählt hat. Eins nach dem anderen. Beeindruckend, wirklich. Aber als ich gefragt habe, was das alles innerlich mit ihr macht Stille. Keine Sprache für das Innenleben. Nur weitere Projekte. Wer macht mehr?
Wer ist aktiver? Wer hat die spannendere Story? Vielleicht sind viele Menschen einfach nur unsicher

Was als Gemeinschaft beginnt, endet nicht selten in Vergleich. Aber wenn der Wert eines Menschen nur noch in seiner Produktivität oder Erzählbarkeit liegt, verlieren wir etwas Entscheidendes. Was wäre dein Leben, wenn es kein Projekt sein müsste? und ja auch Authentizität kann zur Performance werden..
Wenn du niemandem etwas beweisen müsstest... vlt eine Frage an euch, ob Projekte manchmal eine Leere füllen , die wir nicht aushalten wollen? Und ja ich studiere Philosophie :D

@FurosBasement
@

Ich trinke jetzt jedesmal wenn in diesem filmchen Projekt genannt wird a schnäpsle🤪

@stefanighisan39
@

Ich finde sogar, dass es zu wenige Projekte gibt bzw. Projekte nicht als Projekte wahrgenommen/druchgeführt werden. Wie besprochen zeichnet ein Projekt das Ziel und die Endlichkeit im Bezug zur Zeit aus. Beides Aspekte die benötigt werden, um Veränderung zu ermöglichen. Stuttgart 21 ist ein gutes Gegenbeispiel für ein Projekt. Aus einer temporären Aufgabe "Baue Bahnhof" wurden zig permanente Vollzeitstellen für Bau, Planer, Verwalter. Das Ziel ist weiterhin nicht in Sicht und trotzdem sind all diese Leute dauerhaft in einem bereits gescheiterten "Projekt" gebunden.

Bei aktuellen Debatten in der Politik sieht man dieses Vorgehen ebenfalls. Statt tatsächlich Reformen in einem Projekt zu erarbeiten und nach der festgelegten Zeit zu schauen, was herausgekommen ist, wird erstmal in einer Behörde ein Team durch Stellenausschreibung aufgebaut. Stellen, die die Leute nach dem Projekt natürlich behalten wollen und damit das Projekt immer weiter in die Länge ziehen. Dementsprechend gibt es dann auch kein Ergebnis, weil ist ja noch nicht fertig.

@AtzenGaffi
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Pro und contra abgewogen u d durchdacht. Gutes Video.

@errorerror8700
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Windows 11 Umstellung auf Linux 😉

@HelmutHubertus
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Tolles Video wie immer!

@SJG94
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Als Autistin (mit ADHS...) ist die Projektifizierung für mich ein Horror. Für meine Gesundheit brauche ich Verlässlichkeit und Vorhersagbarkeit, dann kann ich richtig gute Arbeitsleistung erbringen.

Wenn ich in solche "Projekte" eingebunden bin, sehe ich nur, dass alle stressigen Faktoren (Unvorhersehbarkeit, Zerstörung meiner normalen Routine etc.) an uns untere Tarifangestellte ausgelagert werden; das Lob und die Boni bekommen dann aber die Chefs. Für mich gibt es nur Nachteile und keinerlei Kompensation.

Für mich ein typisches Symptom des late-stage-capitalism, bei dem Verluste (Nachteile) sozialisiert und Gewinne (Lob, Boni) privatisiert werden.

Es gibt sicherlich sinnvolle und humane Anwendungen von Projektarbeit; diese findet jedoch in der modernen Arbeitswelt meiner Beobachtung nach kaum statt; es ist die reine Rosinenpickerei. 😢

@anniestumpy9918
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Es muss so sein : dass Leute ohne Kompetenz / nur mit Labertasche / sich eine gute Zeit am Telefon machen können . Logiker Aller Länder : Vereinigt Euch !

@sebastianteister
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Ich erlebe das Beschriebene extrem bei meinem Arbeitgeber. Das Gefuehl von Zugehoerigkeit bleibt dabei komplett auf der Strecke. Das wird aber auch bewusst in Kauf genommen. Outsourcing ins Ausland befeuert die Entwicklung dabei extrem. Ein Netzwerk aufrecht zu halten wird immer schwerer und ist auch gar nicht gewollt, weil ein Netzwerk oft da ansetzt, wo die Projekte scheitern: Beim menschlichen. Was ist also die Antwort darauf: Skillmaps, Performance-Tracking, Rollenharmonisierung. Wozu: Weil in der Theorie dann auf dem Papier/digital bestmoeglich zusammengebracht werden kann, was zusammen gehoert. Funktioniert nur nicht auf der Realebene.

@ytbrundle
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Stuttgart 21 wird doch nicht immer weiter "nach vorne geworfen" - ich bin sicher, es wird noch im 21. Jahrhundert beendet. So oder so. Dann folgt eventuell die ganz große Sanierungsphase: Stuttgart 22. Oder eine Neuausrichtung wie in München mal angedacht: Dass man am Bahnhof direkt in den Flieger steigt....

@imho4556
@

OT: Wie ist das eigentlich bei YouTube - schlägt die Anzahl der Kommentare zu Buche oder allein die Zahl der Kommentatoren? Wird ggf. zwischen Kommentaren und Antworten unterschieden? Geht die Länge der Kommentare bzw. Antworten positiv ein?

Projektname: Nutzenermittlung verschiedener Kommentierungsstile.

@imho4556
@

Man könnte schon aussteigen: nennt sich Revolution. Aber dafür müssten sich die Menschen organisieren. Und das geht aber nicht: weil Projektifizierung. - Hm, wem könnte das wohl in die Hände spielen?

@dirklorenz7976